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Entwicklung der Kindertraumatologie ÖSG

Sehr geehrte Mitglieder der ÖGU, historisch gewachsen besteht in Österreich eine ausgezeichnete Infrastruktur der unfallchirurgischen Versorgung von Kindern. Aktuell wird im derzeitigen Reformzwang des österreichischen Gesundheitssystems die Versorgung unfallverletzter Kinder interdisziplinär im Ranking mit der Fachdisziplin Kinderchirurgie und Kinderheilkunde neu evaluiert. Vordergründig ist eine kindergerechte Behandlung unfallverletzter Kinder sicherzustellen. Die Sicherstellung der kindergerechten Behandlung betrifft das medizinische und pflegerische Management des Kindes. Zur Zeit wird ein Konsens erarbeitet, um unfallverletzte Kinder in einem derartigen Umfeld optimal zu betreuen, wobei folgende Planungsprinzipien gelten sollten:

  1. Interdisziplinäre Versorgung verletzter Kinder mit schweren Mono-/Polytraumen, die speziell apparative und personelle Vorhaltungen bedingen, ausschließlich in KA mit operative Kinderzentrum mit allen vorhandenen relevanten Fachrichtungen rund um die Uhr.
  2. KA mit bettenführenden Einheiten für KI und/ oder für KCH sowie auch für UC- hier hat die kindertraumatologische Versorgung im Sinne der QS an jener Abteilung zu erfolgen, die über die nötige Erfahrung und Routine verfügt;
  3. KA, an denen zwar bettenführende Einheiten für UC, nicht aber für KI oder KCH bestehen (z.B. UKH) – hier muss durch geeignete Kooperationsmodelle mit dem niedergelassenen Bereich oder mit benachbarten bettenführenden Einheiten für KI eine kindergerechte Versorgung sichergestellt sein.

Eine Einigung wurde dahingehend erzielt, dass bei Planoperationen diese Regelung einzuhalten ist. Im Akutfall (Frakturen, Luxationen, Abdominal- und Thoraxverletzung sowie Schädelhirntrauma und Wirbelsäulenverletzungen) erfolgt die Versorgung grundsätzlich vor Ort. Voraussetzung für die Versorgung ist ein notwendiges Know how in der Kindertraumatologie. Ein endgültiges Konzept wird Ende Mai 2005 festgelegt und schlußendlich dem Ministerium im Entwurf für den Strukturplan ÖSG 2006 vorgelegt. Wichtig ist, dass auch in der Akutversorgung die kindgerechte Betreuung im Sinne der Charter des Kindes im Krankenhaus sichergestellt werden muss. Prim.Univ.Doz. Dr. Helmut Breitfuß Generalsekretär der ÖGU Dr. Richard Maier Bundesfachgruppenobmann Prim. Univ.Prof. Dr. Herbert Resch Präsident der ÖGU

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